CEE German Desk: Die Automobilindustrie in Osteuropa

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Die Automatisierung und Vernetzung des Individualverkehrs sind die großen Herausforderungen an die Automobilbranche und werden derzeit weltweit diskutiert. Auf dem Autogipfel im November in München sagte der Volkswagen-Chef Matthias Müller: "Wir müssen uns als Industrie neu erfinden". Angesichts des bevorstehenden "epochalen Umbruchs" werde "die bloße Weiterentwicklung traditioneller Kompetenzen" nicht mehr reichen.1

Gleichzeitig bietet die Neuentwicklung von Antriebs- und Assistenzsystemen für PKWs und LKWs auch Zulieferern neue Markpotentiale. Viele Zulieferer haben ihre Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in dem Bereich der Fahrzeugautomatisierung massiv erhöht.

Die Region Mittel- und Osteuropa („CEE Region“) ist das Wachstumszentrum innerhalb der EU, insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung sowie Produktion. Die CEE Region zeichnet ein hohes Ausbildungsniveau und hohe Motivation der Arbeitskräfte aus. Viele Hersteller und Zulieferer haben Ihre Produktionsstandorte in der CEE Region. So wurden beispielsweise in Ungarn die Forscherteams im Bereich der Fahrassistenzsysteme massiv verstärkt. Die hohe Zufriedenheit der zum Großteil deutschen und österreichischen Unternehmen wird durch die stetige Erweiterung ihrer bereits vorhandenen Investitionen und weitere Neuansiedlung in Ungarn bewiesen.

Auf dem Budapester Regional Digital Summit zum Thema „Automated and Connected Cars“ im November 2016 wurde festgestellt, dass die Wirtschaftsregion bestehend aus Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn („Visegrad4“) mit insgesamt 64 Millionen Einwohnern einen gewaltigen Markt darstellt und mit 168 Milliarden Euro Umsatzvolumen der größte Wirtschaftspartner Deutschlands ist. In dieser Region allein befinden sich insgesamt 30 Automobilproduktionsbetriebe, 20% der weltweiten Fahrzeugproduktion bzw. insgesamt 3,3 Millionen Fahrzeuge kommen aus den Visegrad4- Staaten.

Jedoch ist die Automobilbranche in den einzelnen Ländern der CEE-Region unterschiedlich aufgestellt. Daher möchten wir Ihnen in unserer Broschüre „Update Osteuropa ist Automobilland“ ein detailliertes Bild der Automobilindustrie in den einzelnen Märkten in Mittel- und Osteuropa geben. CMS ist in allen osteuropäischen Ländern mit einem eigenen Standort vertreten und verfügt daher über Informationen aus erster Hand. Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre.

1http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Autochefs-reagieren-mit-Kulturwandel-auf-epochalen-Umbruch-5178336